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muss ich VSME oder CSRD ausfüllen, was ist der Unterschied

VSME ist kürzer und freiwillig, CSRD ist verpflichtend und umfassend

VSME ist der freiwillige EFRAG-Standard für nicht börsennotierte KMU-Unternehmen; CSRD ist die Europäische Richtlinie, die große und börsennotierte Unternehmen zur vollständigen Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet. Erhalten Sie die Frage direkt von der Aufsichtsbehörde oder müssen Sie selbst nach der Richtlinie berichten, gilt CSRD und Sie haben keine Wahl. Erhalten Sie die Frage, weil ein großer Kunde Sie als Lieferant etwas zur Nachhaltigkeit fragen möchte, dann ist VSME meist das Format, das dieser Kunde verwendet — gerade weil das Basismodul von VSME als leichte Version konzipiert wurde, die kleinere Lieferanten ausfüllen können, ohne die vollständige CSRD-Berichterstattung durchlaufen zu müssen.

Der praktische Unterschied liegt in der Tiefe der Fragen. VSME fragt Basisdaten ab: Anzahl der Mitarbeiter, Energieverbrauch, Emissionen in Hauptlinien, einige Politikfragen. CSRD fragt darüber hinaus eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse, Ketteninformationen zu Scope 3 und oft eine externe Versicherungserklärung ab. Wenn Sie eine VSME-Liste erhalten und es geht um eine Frage, wie viele Menschen bei Ihnen arbeiten oder wie hoch der Umsatz ist, dann sind das oft dieselben Basisdaten, die auch in die Anzahl der Mitarbeiter und der Jahresumsatz Ihrem Dossier stehen. Eine CSRD-Liste eines großen Kunden enthält oft dieselben Basisfragen, ergänzt um Fragen, die über das hinausgehen, was VSME fragt.

Woher der Unterschied kommt

Die Richtlinie (EU) 2022/2464, die CSRD, legt die Berichterstattungspflicht Unternehmen auf, die in den Anwendungsbereich der Richtlinie fallen — in der Regel große und börsennotierte Unternehmen. EFRAG hat den VSME-Standard daneben als freiwilliges Instrument entwickelt, gerade für die KMU-Unternehmen, die selbst nicht unter die CSRD-Pflicht fallen, aber als Lieferant Daten an einen Kunden liefern müssen, der dies muss. Welches Format Sie genau erhalten, bestimmt der Kunde, der die Liste versendet — das steht nicht in der Richtlinie selbst, sondern ergibt sich aus der Wahl dieses Kunden.

Was Sie konkret tun müssen

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